22.05.2026

Autor: Frank Jessen

Sicherheit und Kriminalprävention in von Vielfalt geprägten Stadträumen gestalten 

- ein diversitätssensibler Ansatz am Übergang von Wissenschaft und Praxis


In den letzten Monaten hat das Thema der Sicherheit im Zusammenleben zunehmend an Dynamik gewonnen - wie gestalten wir Stadtteile und kommunale Räume so, dass alle Bewohner*innen sicher sind und sich sicher fühlen? Wie können die Perspektiven und Bedarfe aller im Stadtteil/der Stadt Lebenden einbezogen sowie mit faktischen Entwicklungen und der Analyse von Fachkräften in Einklang gebracht werden — abseits populistischer Forderungen und Hetze?


Gemeinsam mit drei Großstädten in Nordrhein-Westfalen hat das Ibis Institut einen diversitätssensiblen Ansatz entwickelt und erprobt, der an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis verortet ist. 


Wir verbinden Elemente der empirischen Sozialforschung in Erhebungsprozessen zur subjektiven und objektiven Sicherheit mit Fach-Audits (z.B. zur städtebaulichen Situation und kriminalpräventiven Ansätzen) und breit angelegten Bürgerdialogen. 

Ziel ist, die Basis für eine kooperative, diversitätssensible Sicherheitsproduktion in der Stadtgesellschaft zu legen. 


Hierfür kommen zunächst sowohl die Menschen vor Ort wie die Fachleute — z.B. aus dem Bereich der präventiven sozialen Arbeit, Sicherheit und Ordnung und aus der Verwaltung — zu Wort, um eine ganzheitliche, die gesellschaftliche Vielfalt und deren Bedarfe berücksichtigende Situationsanalyse zu erstellen. Darauf aufbauend werden gemeinsam Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation definiert und eine „Road-Map“ für deren Implementierung erarbeitet - von sozial- und kriminalpräventiven Ansätzen über städtebauliche Aspekte bis hin zu Interventionsmaßnahmen im Bereich Sicherheit und Ordnung. In der anschließenden Implementierungsphase werden die Ergebnisse der Situationsanalyse und die Maßnahmen der „Road-Map“ in die Strukturen der Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft implementiert und eine Strategie für die Öffentlichkeitsarbeit zur kooperativen Sicherheitsproduktion entwickelt.


Der Gesamtprozess fungiert als lernendes System für Stadtverwaltungen im engeren und die Stadtgesellschaft im weiteren Sinne. Er wird über den gesamten Zeitraum kriminalpräventiv auditiert und dialogisch begleitet.


Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne persönlich unter frank.jessen@ibis-institut.de zur Verfügung.

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